Ein Schreiben, in dem das Finanzamt zur Abgabe einer Steuererklärung auffordert, sollte nicht ignoriert werden. Meist ist eine konkrete Frist gesetzt, deren Versäumnis weitere Konsequenzen nach sich ziehen kann. Wir zeigen, wie Sie jetzt vorgehen.
Fordert das Finanzamt zur Abgabe einer Steuererklärung auf, sollte diese Aufforderung innerhalb der gesetzten Frist beantwortet werden. Wer die Unterlagen nicht rechtzeitig zusammenbekommt, kann eine Fristverlängerung beantragen. Wird die Frist ignoriert, drohen Schätzung der Besteuerungsgrundlagen, Verspätungszuschlag und in manchen Fällen ein Zwangsgeld. Eine zügige Reaktion und vollständige Unterlagen helfen, unnötige Nachteile zu vermeiden.
Können wir Sie beraten?
Einzelfall prüfen
Ob und in welchem Umfang wir helfen können, hängt von der Art Ihrer Einkünfte ab. Bei Einkünften aus nichtselbständiger Arbeit, Kapitalvermögen oder Vermietung sind wir die richtige Anlaufstelle.
Das übernehmen wir
Prüfung des Aufforderungsschreibens und der gesetzten Frist
Beantragung einer Fristverlängerung, wenn nötig
Erstellung der geforderten Steuererklärung
Kommunikation mit dem Finanzamt
Grenzen der Beratungsbefugnis
Bei gewerblichen oder selbständigen Einkünften können wir nicht beraten
Die Aufforderung selbst können wir rechtlich nicht anfechten, nur die zugrunde liegende Erklärung erstellen
Beratung ausschließlich im Rahmen einer Mitgliedschaft, begrenzt nach § 4 StBerG. Die endgültige Einordnung erfolgt im persönlichen Gespräch.
Typische Situationen
Erkennen Sie Ihren Fall wieder? Dann sind Sie hier richtig.
Erstmalige Aufforderung
Das Finanzamt fordert erstmals eine Steuererklärung an, etwa wegen erhaltener Lohnersatzleistungen oder mehrerer Arbeitgeber.
Erinnerung nach ausbleibender Abgabe
Eine erste Aufforderung wurde übersehen, jetzt liegt eine Erinnerung mit erneuter Fristsetzung vor.
Aufforderung für mehrere Jahre
Das Finanzamt fordert die Abgabe für mehrere zurückliegende Jahre gleichzeitig.
Androhung von Zwangsgeld
Nach mehreren erfolglosen Aufforderungen droht das Finanzamt mit der Festsetzung eines Zwangsgeldes.
So funktioniert es
1
Schreiben genau prüfen
Wir sehen uns gemeinsam mit Ihnen an, für welche Jahre und aus welchem Grund die Abgabe gefordert wird.
2
Frist im Blick behalten
Wir klären, wie viel Zeit noch bleibt und ob ein Antrag auf Fristverlängerung sinnvoll ist.
3
Unterlagen zusammenstellen
Gemeinsam sammeln wir alle notwendigen Belege für die geforderten Steuerjahre.
4
Erklärung einreichen
Wir erstellen die Steuererklärung und reichen sie fristgerecht beim Finanzamt ein.
Was wir brauchen
Aufforderungsschreiben des Finanzamts
Lohnsteuerbescheinigungen der betroffenen Jahre
Bescheide über Lohnersatzleistungen
Nachweise zu Werbungskosten und Sonderausgaben
Kontoauszüge zu Kapitalerträgen, sofern relevant
Unterlagen zu vermieteten Immobilien, sofern vorhanden
Warum fordert das Finanzamt eine Steuererklärung an?
Häufige Gründe sind mehrere Arbeitgeber im selben Jahr, der Bezug von Lohnersatzleistungen wie Elterngeld oder Kurzarbeitergeld, oder Hinweise aus Kontrollmitteilungen, etwa zu Kapitalerträgen oder Vermietungseinkünften.
In diesen Fällen besteht häufig eine Pflichtveranlagung nach § 46 EStG, sodass die Abgabe verpflichtend ist, auch wenn sie sonst freiwillig wäre.
Welche Frist ist zu beachten?
Die im Schreiben genannte Frist ist verbindlich. Wird absehbar, dass sie nicht eingehalten werden kann, empfiehlt sich ein formloser Antrag auf Fristverlängerung beim zuständigen Finanzamt, möglichst vor Ablauf der Frist.
Bleibt die Aufforderung unbeantwortet, kann das Finanzamt die Besteuerungsgrundlagen schätzen, einen Verspätungszuschlag nach § 152 AO festsetzen und in hartnäckigen Fällen ein Zwangsgeld androhen.
Wie wir unterstützen können
Als Mitglied können wir die Aufforderung für Sie einordnen, die notwendige Steuererklärung erstellen und die Kommunikation mit dem Finanzamt übernehmen. Ein rückwirkender Beitritt für die geforderten Jahre ist nach unserer Satzung möglich.
Beispiel
Beispiel aus der Praxis
Eine Arbeitnehmerin hatte im betreffenden Jahr zwei Arbeitgeber und erhielt daraufhin ein Aufforderungsschreiben des Finanzamts. Nach Beitritt zu lexo.tax wurden die Unterlagen beider Arbeitgeber zusammengestellt und die Steuererklärung fristgerecht eingereicht.
Häufige Fragen
Muss ich der Aufforderung des Finanzamts nachkommen?
Ja, eine Aufforderung des Finanzamts zur Abgabe einer Steuererklärung ist verbindlich und sollte innerhalb der gesetzten Frist beantwortet werden.
Was passiert, wenn ich die Frist verstreichen lasse?
Das Finanzamt kann die Besteuerungsgrundlagen schätzen, einen Verspätungszuschlag festsetzen und bei wiederholtem Ausbleiben ein Zwangsgeld androhen.
Kann ich eine Fristverlängerung beantragen?
Ja, ein formloser Antrag beim zuständigen Finanzamt ist möglich, sollte aber möglichst vor Ablauf der gesetzten Frist gestellt werden.
Für wie viele Jahre kann das Finanzamt eine Erklärung fordern?
Das hängt vom Einzelfall ab, häufig werden mehrere zurückliegende Jahre gleichzeitig angefordert, insbesondere bei Kontrollmitteilungen.
Kann ich als Mitglied auch rückwirkend beitreten?
Ja, ein rückwirkender Beitritt ist nach unserer Satzung möglich, für jedes rückwirkende Mitgliedsjahr fällt der jeweilige Jahresmitgliedsbeitrag an.